Schneebauten und allerlei Rangelei

Das war diesen Jänner ein feiner Schnee!
Gleich zu Beginn des neuen Jahres haben unsere Kinder im Wald entdeckt, dass der weiche Schnee von einer stabilen Eisschicht bedeckt ist. Rasch hatten sie eine Menge an Ideen, was damit gebaut werden kann. Mit Geschick und Zusammenarbeit entstanden hohe Türme, ein Torbogen und auch ein Eistisch samt Eisschüssel für die gemeinsame Jause. Ein paar gemütliche Sitzbänke waren schnell aus Schnee gebaut.
So ganz nebenbei entstand das erste Körbchen in diesem Jahr. Es ist zur Gänze aus Waldrebe geflochten und hat für viel Freude gesorgt.

Was können wir tun, bevor uns kalt wird? Ja, genau, ein Feuer machen. Doch wir haben uns dafür entschieden, in Bewegung zu bleiben: Rasch haben wir ein paar Spielregeln für das Rangeln vereinbart, damit sich auch alle dabei wohlfühlen. Und schon war für RIESEN Spaß gesorgt! Die Jüngsten durften die älteren Kinder umwerfen und haben sich dann vor Lachen kaum halten können, bis sie selbst im Schnee gelandet sind. Gleichaltrige haben versucht, sich gegenseitig in ein „Eisloch“ zu ziehen. Das ging eine ganze Weile so, bis es hieß: Alle werfen sich auf die Erwachsenen – RRRUMS, schon liegt man da, im weichen Schnee!

Freude im Schnee!

Endlich Lockdown-Ende!!!
Diesmal haben wir den Widinger-Wald eingeweiht. Nach dem Begrüßen der vielen, zutraulichen Tiere des Widingerhofs haben wir uns gleich auf den Weg in den lichten, freundlichen Buchenwald gemacht. Dort gibt es einen alten, wundervollen Baum mit zwei starken, tiefhängenden Ästen. Genau das Richtige für unsere Schaukel.
Welch guter Grund, die bereits gelernten Knoten zu wiederholen. Wie ging der Zimmermannsknoten (Holzfällerknoten) und was müssen wir dabei beachten, damit wir sicher schaukeln können? Ach ja, genau, auf den Baum wollen wir natürlich auch Rücksicht nehmen! Und schon kann es losgehen:

Während der Jausenpause hat es sich manch einer auf dem Baum gemütlich gemacht. Gleich nach der Pause gab es ein spannendes Suchspiel:
Wie viele versteckte Dinge, die nicht in die Natur gehören, können wir entlang eines Weges finden? Ich verrate es gleich, niemand konnte alle Gegenstände finden. Der Fokus lag doch oft sehr nahe beim Weg, manches war gut versteckt, sodass nur ein Zipfel aus dem Schnee ragte und anderes war so weit weg vom Weg und ohne Spur dorthin, dass man wirklich sehr aufmerksam sein musste 🙂
Eine große Portion Spaß war garantiert – Und da Liebe bekanntlich durch den Magen geht, war auch eine kleine Leckere unter den Suchgegenständen, die sofort verspeist wurde!

Hustensaft, also Saft GEGEN Husten

In der Volksmedizin ist Spitzwegerich-Sirup bekannt als Heilmittel gegen Husten und Halsweh. Die enthaltenen Inhaltsstoffe, unter anderem auch Schleimstoffe, wirken entzündungshemmend und gegen Bakterien, stimulieren das Immunsystem und hemmen den Hustenreiz.

Nun gut, derzeit wächst bei uns Spitzwegerich in Hülle und Fülle. Letztes erst haben wir unsere Jause mit den Samen des Breitwegerichs bereichert – nun machen wir uns über seinen Freund, den Spitzwegerich her!

Wir machen unseren eigenen Anti-Husten-Saft!

Wie´s geht? – Ganz einfach:

SAUBER ARBEITEN!
* Spitzwegerich sammeln
* Spitzwegerich in Streifen schneiden
* Spitzwegerich mit Honig übergießen bis kein Blatt mehr herausschaut!
– 4 Wochen warten –

Also ehrlich, mehr als 2 Wochen konnten wir uns nicht gedulden. Das Glas stand in dieser Zeit geschützt in der Speisekammer. Nach diesen zwei Wochen hat der Honig, nunmehr Sirup, deutlich an Farbe gewonnen. Nun ist er tiefbraun, fast schon schwarz und sehr aromatisch. Wir haben ihn

* gesiebt und
* in ein frisches Glas gefüllt

Mit  der Verkostung konnten wir UNMÖGLICH bis zur nächsten Erkältung warten.
„Sooo lecker!!!“
„Kann man den auch vorbeugend genießen?“
„Ich habe ab sofort immer Husten!“

Bis bald im Wald!

Ab in den Bach!

Wow, war das eine Hitze! Bevor wir daran auch nur denken konnten, irgendetwas zu kreieren, brauchten wir dringend Abkühlung.
Dafür hat es uns an den nahen Bach verschlagen. Unsere Kleinste wurde mitsamt den prall mit Jause befüllten Rucksäcken im Gartenwagen kutschiert. So hatten alle Spaß und wir kamen flott voran.
Nach der ersten Abkühlung im Bach ist bei uns allen der Entdeckerdrang erwacht und aus der kurzen Abkühlung wurde eine spontane, kleine Bachwanderung. Dank des so sauberen Wassers haben wir sogar einen kleinen Krebs entdecken können.

Später im Garten haben wir aus vorbereiteten Schilfblättern ein paar Schnüre gedreht. So konnten wir nicht nur das Schnurdrehen – mit oder ohne Hinzusehen – üben, sondern auch ein paar schöne Armbänder mit nach Hause nehmen. Wir werden schon bald sehen, wie wichtig eine gute Schnur im Survival ist! Für eine gute & reißfeste Schnur bieten sich ungeahnt viele Materialien an, von Bast über Brennnessel-Fasern, von fasrigen Blättern bis hin zu Wurzel- und Rindenstücken.

Das Wichtigste für heute?
Bleib neugierig & probier einfach mal was Neues aus!

Endlich wieder ab in den Wald!

Eine lange, lange Pause hatten wir nun… Nach dem harten Lockdown vergangenen Herbst konnten wir nur private Treffen in kleinstem Rahmen abhalten. Dabei konnten wir den Kindern zumindest etwas Wald-Zeit bieten, damit sie nicht ganz in Schule & Alltag versinken.

Welch tolle Begrüßung hatten wir gleich bei unserem ersten „richtigen“ Treffen: Ein Feuersalamander hat gemütlich unseren Weg gekreuzt! Nachdem er unsere Hände erkundet hat und wieder zurück in seine natürliche Umgebung durfte, gab es kein Halten mehr:
Ab in die Steinklüfte! Nach Herzenslust konnten wir die Höhlen erkunden, über Felsen klettern, Geschichten ausdenken und durch Spalten kriechen. Da merkt man erst, wie groß man eigentlich über den Winter geworden ist!

Echt scharf!

Woher nehmen wir in der Natur schnell mal ein Messer?
Ganz schön langwierig, oder? Eisenmine finden, Eisenerz abbauen und zerkleinern, Reduktion des Erzes im Feuer, abkühlen und in Form bringen, schärfen…
Nun ja, zum Glück lassen sich wichtige Werkzeuge fast überall in der Natur finden!!!
Ideal gehen wir gedanklich einen Schritt zurück: Wozu brauche ich das Werkzeug; Was soll es können? Am Beispiel des Messers: Will ich etwas schnitzen, einen Ast kürzen, eine Spindel für den Feuerbohrer zurechtformen oder ein Brot streichen??? WAS BRAUCHE ICH WIRKLICH?

Vor zwei Wochen haben wir begonnen, uns mit dem Thema Messer zu beschäftigen:
Wir haben uns zum Bachbett begeben. Nach einer kleinen theoretischen Einführung bzgl. Physik und Krafteinwirkung sowie einer Sicherheitsunterweisung haben wir im Bachbett begonnen, eigene Klingen aus den dortigen Steinen zu schlagen. Nach anfänglicher Skepsis haben die Kinder festgestellt, wie SCHARF die Steinklingen werden! Flugs war ein Ast, wesentlich dicker als mein Daumen, entzwei geschnitten.

Vergangene Woche haben wir das Thema dann fortgesetzt. Die Sicherheitsunterweisung wurde ganz eifrig aufgenommen, denn die Kinder hatten bereits die neuen, feschen Schnitzmesser im Blick! Und dann ging es mit Sicherheitsabstand ans Schnitzen. (Den Sicherheitsabstand kennen wir inzwischen schon aus anderen Gründen.) In Kürze waren die ersten Werke fertig: Buttermesser!
Stolz und hingebungsvoll haben die Kinder dann mit ihren selbst geschaffenen Messern die frischen Kräuterbutter-Brote gestrichen!



Großer Schreck & große Liebe!

Die besten Abenteuer treten mitunter völlig unerwartet auf dem Heimweg in unser Leben:
Man macht sich pünktlich auf den Weg zum Treffpunkt, das Treffen der Schlauen Füchse ist fast aus….

Kreisch – Eine Schlange!!!

Tatsächlich, was schlängelt denn hier mitten auf dem Weg? Die ersten Kinder sind bereits nichtsahnend daran vorbeigegangen. Viele Leserinnen und Leser kennen sie vielleicht schon aus dem Garten, die Blindschleiche.
Ich nähere mich dem Tier und nehme es sanft hoch, die Kinder von vorne kommen bereits neugierig wieder zurück. Nun, eine Blindschleiche ist ja gar keine Schlange – sie gehört zur Familie der Echsen und hat mit einer Eidechse mehr gemein als mit einer Schlange. Nur die Beine fehlen ihr.
Nun, wo das geklärt ist, wollen die Kinder das Tier berühren, mit ihm Kontakt aufnehmen, es kennenlernen. Da vergisst man rasch den ersten Schreck und die eigene Angst verfliegt, wenn man den anderen zusieht. Und schon will man die Blindschleiche selbst halten, von Hand zu Hand schlängeln lassen und am liebsten gar nicht mehr zurück in die Natur geben. Doch da gehört sie nun mal hin…
Und wer weiß, wer hinter der nächsten Kurve wartet? Ja genau, die nächste Blindschleiche!

Kleines Feuer, große Wirkung!

Ja, beim letzten Treffen ging´s zur Sache!
Zuerst haben wir trockenes Zundermaterial gesucht. Also ganz kleines, feines, brennbares Material. Und die Kinder wissen schon ganz genau: „Du willst es laut knacken hören.“, wenn wir dünne Zweige für ein Feuer suchen. Das ist nicht immer einfach und oft muss man einfach nur den Blick heben und genau schauen, was sich noch auf den Bäumen finden lässt.

Tatsächlich war das anfänglich gesammelte Zundermaterial bereits beim Erkunden des Materials verbraucht, sodass ich rasch mit dem Messer für Nachschub gesorgt habe. Dafür war der dickere Ast gerade Recht. Mit den gehobelten Spänen ließ sich dann ein kleines Zundernest schaffen, gemeinschaftlich haben die Kinder rundherum Tipi-artig dünne Ästchen aufgebaut. Auch an einen kleinen Steinkreis zum Schutz des Feuers haben sie gedacht und auch an Löschwasser – für alle Fälle.

Nun, die nächste Aufgabe: Ein Streichholz anzünden – und es umsichtig genug an das Tipi heranführen. Das ist gar nicht so einfach… und welch eine Freude, wenn das Feuer dann entfacht ist! Tatsächlich lernt man von so einem kleinen, handtellergroßen Feuer jede Menge. Und wer es im Kleinen schafft, entfacht genausogut auch ein großes Feuer.

Nachdem alle Ästchen verbrannt waren und der Boden nur mehr handwarm, haben wir den Platz in seinen natürlichen Zustand zurück versetzt. Abschließend haben wir noch wichtige Regeln im Umgang mit Feuer und die stete Absprache mit Erwachsenen besprochen. Besonders schön war an diesem Nachmittag zu beobachten, wie die Gemeinschaft zusammenwächst.

Weinbergschnecken und Wegerich

Was haben Weinbergschnecken und Wegerich gemeinsam? Man kann sie im Wald finden – und das am selben Nachmittag 🙂
Nachdem die Kinder eine prächtige Weinbergschnecke entdeckt haben, waren sie ganz verzückt! Mehr noch, als sie sie eine zweite entdeckt haben: Am liebsten hätten sie eine ganze Zucht eröffnet. Ganz begierig haben sie beobachtet, ob sie bereits mit der Paarung beginnen und haben den beiden allerlei Leckereien dargereicht.

Nun ja, irgendwann kommt dann der eigenen Hunger ins Spiel. Am Wegesrand standen bereits jetzt die Samenstände des Breitwegerichs sehr hoch und üppig gefüllt. Die nächste Herausforderung: Wie erntet man diese zähen Stängel, ohne die ganz Pflanze auszureißen? Die Kinder haben´s gemeistert und gemeinsam ein ganzes Bündel Wegerichstängel zusammengetragen. Das trocknet gerade und beim nächsten Treffen können wir gleich die Samen rebeln und zur Jause mischen.

Nun, zurück zu den Weinbergschnecken: Hast Du gewusst, dass Schnecken kitzlig sind?

Spaß am Feuer!

Ja, der 14. Juli war ein heißer Tag – wie passend zum Thema Feuer!

Nun, bevor wir überhaupt ans Feuermachen denken konnten, brauchten wir unbedingt eine Erfrischung. Also auf zum nahen Bach! Am Wegesrand konnten wir allerlei interessante Pflanzen entdecken und auch von den köstlichen Blüten der Nachtkerzen naschen. Der Bach war dann sehr spannend, weil überraschend kühl. Welch ein fröhliches Gekreisch vom Plätschern des Bachs übertönt wurde!
Zurück im Garten, den wir für bestimmte Themen nutzen dürfen, haben wir sogleich mit dem Feuermachen begonnen. Dann ging es so richtig rund: Es wurden Brennnessel-Blüten gezupft und in den Teig geknetet. Gleich danach wurde jede Menge Stockbrot gegrillt. Und bei unserem letzten Waldbesuch haben wir jede Menge Harz gesammelt. Was macht man am besten damit? Wir haben herrlich duftende Harzsalbe gekocht!

Fülle an Erlebnissen!

Griaß Eich!

Ja bei so vielen Erlebnissen weiß ich gar nicht, wo ich am besten zu erzählen anfange. Unser Treffen ist inzwischen eine Woche her – jetzt wird es aber Zeit!
Wir haben den „neuen“ Waldplatz bezogen, der etlichen Kindern bereits aus der Kindergartenzeit bekannt war. Sogleich ist der Platz emsig erkundet worden. Die Kinder wollten natürlich wissen, was sich verändert hat und die Erinnerungen an die Kindergartenzeit lebten hoch!
Später haben wir den Bauplatz besichtigt und dann war es so weit: Das Baufieber ist ausgebrochen! An drei, nein an vier Stellen wurde gewerkt. Dabei entstanden Bauwerke, die im Aufbau mehr einem Tipi ähneln und auch ein richtiges Haus mit Postkasten, Tisch und imaginärer Feuerstelle. Gegenseitige Besuche gehören dann natürlich auch dazu!

Gegen Ende haben wir noch jede Menge Harz entdeckt, das hier zähflüssig von den Bäumen rinnt. Tatsächlich, solche Stellen kann man schon vom Weiten erkennen! Gut, dass wir beim letzten Mal Japanischen Knöterich entdeckt und auch etwas davon mitgenommen haben: Schnell war er bei der Hand und diente uns als Gefäß für Harzstücke. Größere Brocken konnten wir zum Transport auch in große weiche Blätter einschlagen. Was man mit dem Harz alles anstellen kann – außer daran schnuppern und den Duft genießen?

Das erfahrt Ihr sehr bald!

Japanischer Knöterich gesichtet

Ein Nachmittag voller Überraschungen!

Statt heftigem Dauerregen durften wir uns über angenehm warmes, trockenes Wetter freuen.
Im örtlichen Strandbad haben wir zuerst den Fuchsgang geübt, damit wir in Zukunft mehr wilde Tiere zu Gesicht kriegen. Kurz darauf sind wir zur alten Eiche losgezogen und haben uns von verschiedensten Dingen am Wegesrand überraschen lassen. Das Highlight war der
Japanische Knöterich!
So schnell konnte man kaum schneiden, wie die entstehenden Musikinstrumente nachgefragt wurden. Und schon kamen den kreativen Kindern ganz viele unterschiedliche Ideen, wie man die Stängel des Knöterichs nutzen kann:
Als Gefäß für Wasser oder Salben, als Verlängerung der Finger – mit tollen, spitzen Fingernägeln – oder gar als Fackel, wenn man den Hohlraum mit etwas Brennbarem füllt.