Was gibt es praktischeres als einen Korb?

Nachdem das Korbflechten auf Weidenruten wirklich viel Kraft in den Fingern geraucht, haben wir unsere ersten Körbe aus Peddigrohr und unter Zuhilfenahme fertiger Korbböden geflochten. Und tatsächlich, die Kids sind fix und haben noch am selben Tag ihre fertigen Körbe mit nach Hause nehmen können!

Doch seht selbst:

Im Herbst wird’s Zeit enger zusammenzurücken 🙂
Ganz nach dem Motto haben wir im Herbst 2022 eine Hüttenübernachtung im Haus Tarzi genossen.

Nachdem wir unser Gepäck im Haus trocken untergebracht haben, sind wir gleich in den Wald „gestürmt“. Uns blieb nicht viel Zeit, eine echte Laubhütte zu bauen. Also haben wir und fokussiert und recht flott den richtigen Platz ausgewählt: Nutzen wir, was schon da ist und nehmen wir nicht den schwierigsten Weg!
Ein umgefallener, aber stabiler Baumstamm diente uns als Firstbaum. Mit gemeinsamer Kraft haben wir rundherum verschieden lange Stöcke zusammengetragen, um ein stabiles Gerüst unserer Laubhütte zu bauen. Als alle Stöcke dicht an dicht geschlichtet waren, hieß es „Laub rechen“. Und zwar so lange, bis wir in der Hütte liegend nirgendwo mehr Licht durchscheinen sehen konnten. Ideal für eine Übernachtung in der Laubhütte ist es, wenn das Laub „armstark“ auf der Hütte liegt und ganz viel Trockendes Laub als Deckenersatz in der Hütte ist.
Alle die sich getraut haben, sind anschließend zum Probeliegen in die Laubhütte gekrabbelt – also alle eben – all´ unsere Bären sind eben bärenstark!

Als die Hütte fertig war, war es an der Zeit die Aufmerksamkeit auf das Abendessen zu lenken. Jeder Bär und jede Bärin hat einen großen Arm voll Trockendes Holz gesammelt und hinunter zur sicheren Feuerstelle gebracht. Rasch war das Feuer heiß – und auch die Kohlen im Grill daneben.

Soo lecker waren die Würste im Schlafrock und auch das Hendlfilet. Was fehlt noch zur Krönung des Abends? Ja, selbstgegrillte Schoko-Bananen!!!

Mahlzeit & gute Nacht 🙂


Frühling 2022

Kinder, wie die Zeit vergeht!
Im Frühjahr hat sich wieder einiges getan bei uns:
Begonnen hat alles mit Bärlauch: Als die Blätter ausgewachsen waren und der Bärlauch kurz vor der Blüte stand, haben wir Bärlauchknospen eingelegt. Das ist eine gute Möglichkeit, um die Knospen haltbar zu machen und zugleich ein Ersatz für Kapern.
In den Osterferien haben wir den Widingerwald besucht. Über den Widingerweg sind wir Richtung Widingerhof aufgestiegen. Als erste Belohnung haben uns dort zahlreiche, glückliche Tiere begrüßt. Das war eines der Highlights dieses Tages. Danach ging es in den Widingerwald zur Ostereiersuche und dem lustigen Ostereierlauf über Stock und Stein.

Auch von Regen lassen wir uns die gute Laune nicht verderben: Letztens haben wir die Steinklüfte besucht. Dort lässt sich allerlei entdecken und bei Regen finden sich dort genug trockene Plätzchen für eine gemütliche Jause. Tatsächlich hat es erst am Beginn des Heimweges zu regnen begonnen – dafür wie aus Eimern! Und doch- plötzlich war all der Regen vergessen: Ein Feuersalamander hat die Kinder in ihren Bann gezogen. Kennt Ihr das: Wenn man erst mal so richtig nass ist, sorgen die Endorphine für wahres Glücksgefühl und ausgelassene Freude!

Zurück zu unserem Waldplatz:
Da die Eichhörnchen im Herbst wieder ganz fleißig waren, haben wir im Anschluss an den Pflanzentauschmarkt eine junge Bluthasel sowie eine junge Eiche im Wald ausgepflanzt. Bereits im Vorjahr haben wir gelernt, wie rasch die Rehe, die hier wohnen, die zarten Bäumchen anknabbern und auffressen. Darum haben wir die neuen Bäumchen mit einem kleinen Bauwerk aus Ästen gut geschützt. Ein regelmäßiger Besuch bei den jungen Pflanzen hat uns gezeigt, dass sie gut gedeihen.

NEU ist heuer, dass unsere Kinder (fast) jedes Mal die Gelegenheit haben, sich im Feuermachen zu üben. Warum nur „fast“? Nun, oft ist so viel im Wald zu tun und zu erleben, dass selbst für dieses spannende Thema keine Zeit mehr bleibt…

Ach ja:
Seit der Fahrradprüfung der Viertklässler reisen ein paar Kinder „CO2-neutral“ an. Wie praktisch, dass es dafür einen eigenen Privatparkplatz gibt 😉

Schneebauten und allerlei Rangelei

Das war diesen Jänner ein feiner Schnee!
Gleich zu Beginn des neuen Jahres haben unsere Kinder im Wald entdeckt, dass der weiche Schnee von einer stabilen Eisschicht bedeckt ist. Rasch hatten sie eine Menge an Ideen, was damit gebaut werden kann. Mit Geschick und Zusammenarbeit entstanden hohe Türme, ein Torbogen und auch ein Eistisch samt Eisschüssel für die gemeinsame Jause. Ein paar gemütliche Sitzbänke waren schnell aus Schnee gebaut.
So ganz nebenbei entstand das erste Körbchen in diesem Jahr. Es ist zur Gänze aus Waldrebe geflochten und hat für viel Freude gesorgt.

Was können wir tun, bevor uns kalt wird? Ja, genau, ein Feuer machen. Doch wir haben uns dafür entschieden, in Bewegung zu bleiben: Rasch haben wir ein paar Spielregeln für das Rangeln vereinbart, damit sich auch alle dabei wohlfühlen. Und schon war für RIESEN Spaß gesorgt! Die Jüngsten durften die älteren Kinder umwerfen und haben sich dann vor Lachen kaum halten können, bis sie selbst im Schnee gelandet sind. Gleichaltrige haben versucht, sich gegenseitig in ein „Eisloch“ zu ziehen. Das ging eine ganze Weile so, bis es hieß: Alle werfen sich auf die Erwachsenen – RRRUMS, schon liegt man da, im weichen Schnee!

Freude im Schnee!

Endlich Lockdown-Ende!!!
Diesmal haben wir den Widinger-Wald eingeweiht. Nach dem Begrüßen der vielen, zutraulichen Tiere des Widingerhofs haben wir uns gleich auf den Weg in den lichten, freundlichen Buchenwald gemacht. Dort gibt es einen alten, wundervollen Baum mit zwei starken, tiefhängenden Ästen. Genau das Richtige für unsere Schaukel.
Welch guter Grund, die bereits gelernten Knoten zu wiederholen. Wie ging der Zimmermannsknoten (Holzfällerknoten) und was müssen wir dabei beachten, damit wir sicher schaukeln können? Ach ja, genau, auf den Baum wollen wir natürlich auch Rücksicht nehmen! Und schon kann es losgehen:

Während der Jausenpause hat es sich manch einer auf dem Baum gemütlich gemacht. Gleich nach der Pause gab es ein spannendes Suchspiel:
Wie viele versteckte Dinge, die nicht in die Natur gehören, können wir entlang eines Weges finden? Ich verrate es gleich, niemand konnte alle Gegenstände finden. Der Fokus lag doch oft sehr nahe beim Weg, manches war gut versteckt, sodass nur ein Zipfel aus dem Schnee ragte und anderes war so weit weg vom Weg und ohne Spur dorthin, dass man wirklich sehr aufmerksam sein musste 🙂
Eine große Portion Spaß war garantiert – Und da Liebe bekanntlich durch den Magen geht, war auch eine kleine Leckere unter den Suchgegenständen, die sofort verspeist wurde!